täglich von 8 bis 20 Uhr

Telefon: 0351 / 849 59 17

Großenhainer Straße 101
01127 Dresden

Therapieresistent?
Eine Annäherung an den Satz: „Sie sind therapieresistent.“



Warum wir schreiben, was wir schreiben
Vielleicht werden wir uns nie kennen lernen. Und vielleicht werden wir Ihnen nie sagen können, was gesagt werden muss. Manchmal behält das Schicksal sich vor, anders zu entscheiden, als wir es uns wünschen. Daher lassen wir nun unsere Worte fließen, solange sie fließen können und dürfen.

Auch wenn es schwer fällt: Wir müssen zugeben, dass das Verhalten von Therapeuten und Ärzten
gegenüber Menschen mit Schmerzen im Laufe der vergangenen Jahre immer mehr zum zentralen Thema unserer therapeutischen Begleitung geworden ist.
Undenkbar ist es für uns, den Körper ohne die Gedanken- und Gefühlswelt zu betrachten. Und dennoch geschieht es im medizinischen Alltag immer noch zu oft. Unser Dauerbrenner auf dem Tablett der zu bearbeitenden Auslöser und Festhalter von Schmerzen nach einem Therapeuten- oder Arztbesuch hat sogar einen Namen gefunden. Einen Namen, der suggeriert, medizinisch korrekt zu sein und damit erlaubt, zum inneren Gesetz zu werden. Wer immer das Wort „therapieresistent“ erfand, möge aufstehen und einen Menschen finden, der die Gabe hat, ihm zu helfen.
Und mögen Sie, lieber Leser, nicht allein bleiben. Mögen Sie einen Menschen mit der tiefen inneren Einstellung finden, dass Heilung nur aus uns selbst heraus geschehen und diese therapeutisch nur gefördert, aber nicht gemacht werden kann. Dass es unabdingbar ist, Störfelder einer Heilung zu suchen und individuelle Methoden der Überwindung zu finden, gleich welcher Art. Das wird anfangs vielleicht nicht immer gelingen, aber wir haben gelernt und erlebt, sobald das Tor der Bereitschaft eines Menschen zur Veränderung auch nur einen winzigen Spalt weit geöffnet ist, sollten wir mit all unserem Wissen und mit ganzem Herzen versuchen, die Selbstheilungskräfte zu unterstützen.
Mögen Sie einen Weg finden, der Ihnen ermöglicht, aus Schmerz eine Erkenntnis zu gewinnen, aus Krampf zumindest Kampf entstehen zu lassen.
Denn eines ist sicher: Kein Mensch ist therapieresistent! Er hat nur noch nicht den richtigen Impuls gefunden.