physiotherapie 101
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01127 Dresden

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Kindertherapie . Psychomotorik / Motopädie


Worum es geht
Psychomotorik ist der Zusammenhang zwischen der äußerlich sichtbaren Bewegung (Motorik) und dem inneren Erleben (Psyche) des Menschen.
Das Kind beginnt die Welt mit seinen Sinnen wahrzunehmen und auf diese zu reagieren. So entsteht Bewegung. Scheinbar kleine Bewegungen werden zu großen Bewegungsabläufen. Das Lächeln der Mutter wird erwidert, die Hände finden den Mund ... und mit dem ersten Schritt beginnt der Weg zum aufrechten Gang, zum aufrechten Sein.
Jedoch beobachten wir heute immer mehr Kinder mit Bewegungs- und Verhaltensauffälligkeiten, Kinder die sich ängstlich und unsicher bewegen. Sie ecken an, fallen hin und werfen ständig Dinge um. Viele sind in ihren Bewegungen gehemmt, andere fallen durch ein Übermaß an scheinbarer Selbstsicherheit auf. Sie können sich nur schwer konzentrieren und geraten immer wieder mit ihrer Umwelt in Konflikt.


Der psychomotorische Ansatz
Mit diesen Kindern wollen wir einen Raum schaffen, in dem sie sich angenommen fühlen und in ihrem Tempo entwickeln können. Eltern und anderen Bezugspersonen möchten wir die Möglichkeit des gedanklichen Austauschs und des Mitgestaltens geben. Mit Hilfe der Psychomotorik verfügen wir zum einen über eine ganzheitliche Therapieform für bewegungs- und verhaltensauffällige Kinder und zum anderen über die Möglichkeit, auch präventiv Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Über die Bewegung und Aktivität im Raum entwickelt das Kind ein Bild von sich und erhält durch die Folgen seiner Handlungen und die Botschaften der Gruppe eine direkte Rückmeldung über sein Tun. Dabei bestimmen Achtsamkeit, Wertschätzung und Optimismus zunehmend den Blick auf sich und die anderen. Die Gruppe bietet dabei Sicherheit und der Raum schafft Platz für Entdeckungen, Wagnisse, Phantasien und Ideen.


Die Kinder erleben dabei
- das bewusste Wahrnehmen ihres eigenen Körpers, ihrer eigenen Gedanken
  und Gefühle
- ein vertraut Werden mit ihrer eigenen Persönlichkeit während konkreter
  Körper- und Situationserfahrungen
- ein vertraut Werden mit ihrer unmittelbaren materiellen Umgebung über das
  bewusste Erfahren unterschiedlicher Materialien, Räume und deren Heraus-
  forderungen
- ein vertraut Werden mit ihrer unmittelbaren sozialen Umgebung über das
  bewusste Erfahren im Umgang Kind-Kind, Kind-Eltern, Kind-Therapeutin, ...


Um wen es geht
Die psychomotorische Entwicklungsförderung bezieht sich hauptsächlich auf Kinder zwischen 0-12 Jahren.
Unser psychomotorisches Angebot richtet sich insbesondere an Kinder und Jugendliche mit:
- Bewegungsauffälligkeiten (Bewegungsunruhe bzw. -hemmung, Gleichgewichts-
  störungen, ...)
- Verhaltensauffälligkeiten (Aggressivität, Angst, ständige Unruhe, Kontakt-
  schwierigkeiten, ...)
- Wahrnehmungsstörungen (Störungen der Körper- und Raumorientierung,
  optische und akustische Orientierungsstörungen, ...)
- Entwicklungsverzögerungen, Lern- und Konzentrationsstörungen
- Sprachmotorikstörungen, Sprachentwicklungsverzögerungen
- Fehlbildungen, Strukturschäden der Stütz- und Bewegungsorgane (Skoliose,
  Deformitäten der Arme und Beine, ...)


Der Stundenablauf
Der Stundenaufbau orientiert sich an den Phasen der kindlichen Entwicklung.
In der ersten Phase, der Bewegungsphase, können die Kinder ihre Spannungen abbauen. Dies geschieht häufig über rennen, springen, klettern, „zerstören“ und wieder aufbauen. Eigene Gefühle, Bedürfnisse und der Dialog mit den anderen bestimmen das Spiel.
Die sich fließend anschließende zweite Phase gibt Raum für weiteres freudvolles Bewegungserleben, verbunden mit körperlichen Empfindungen.
Im symbolischen Spiel, der dritten Phase, können die Gefühle in Bilder umgesetzt werden. Nicht selten erleben wir hierbei „den Adler mit den scharfen Augen“, „die klitzekleine Maus“ und „den Superhelden“ in purer Art.
In der abschließenden Phase haben die Kinder die Möglichkeit, Erlebtes zu malen, zu kneten, zu bauen. Innere Bilder können so nach außen gebracht und nochmals verändert werden.


Mögliche Heilmittelverordnungen im Therapiefall*
Um die Möglichkeiten einer Einzel- bzw. Gruppentherapie zu besprechen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.
Ihre Ansprechpartner sind:
Cindy Pein
Cindy Wöhler
Schirin Zscharnack

* Die Entscheidung für eine Verordnung trifft in jedem Fall die Kinderärztin oder
   der Kinderarzt.



 

hr