täglich von 8 bis 20 Uhr

Telefon: 0351 / 849 59 17

Großenhainer Straße 101
01127 Dresden

Ein anderer Blickwinkel

Manchmal kommt das Leben mit ganzer Wucht - und offenbart, wo wir stehen. Über welche Haltungen, welche Kräfte wir verfügen.
Mit den nachfolgenden Anregungen möchten wir Impulse geben, wie wir trotz - oder gerade - in Zeiten großer Herausforderungen uns selbst und anderen begegnen und den Blick über die Verwirrungen hinaus weiten und ausrichten können.

30 Jahre danach 
- Eine Erinnerung
Mit großer Tiefe erinnert die Serie Weissensee an den Anfang vom Ende der DDR. Über den Einblick in äußere und innere Zwänge hinaus, kann sie fehlende Kenntnisse aufheben und Verstehen erleichtern, vielleicht gar das Verzeihen. Sie sensibilisiert. Zeigt, dass nichts so sein muss, wie es scheint. Verdeutlicht, welche Folgen verpasste Gelegenheiten haben können und dass Einheit, dass Verbundenheit im Alltag entschieden wird.



Die Heilkraft des inneren Arztes
Wie es gelingen kann, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, erzählt der Film Die Heilkraft des inneren Arztes von Sabine Grotte. Es geht um die Aufrechterhaltung und das Wiedererlangen der eigenen Gesundheit aus neurobiologischer und verhaltensmedizinischer Sicht.

Weitere Filmempfehlungen
Alphabeth - Angst oder Liebe von Erwin Wagenhöfer
Centaur - Die Flügel der Menschen von Aktan Arym Kubat
Das Salz der Erde Eine Reise mit dem Fotografen Sebastião Salgado
Hannah Arendt von Margarethe von Trotta
Laurence Anyways von Xavier Dolan
Mommy von Xavier Dolan
Am Ende eines viel zu kurzen Tages von Ian Fitzgibbon
Die Eleganz der Madame Michel von A. D. Toussaint
Der Sohn der Anderen von Lorraine Lévy, OmU
Ihr könnt euch niemals sicher sein von Nicole Weegmann


Weitere Beiträge

Die Kunst der Betrachtung
Äußere und innere Bilder sollten sich entwickeln dürfen. Doch wie oft neigen wir dazu, sie durch vorzeitiges Eingreifen und zweckdienliche Ausrichtung zu verfälschen? Widerstehen wir diesem Versuch, kann es durchaus unangenehm werden. Doch nur wenn wir aufhören, uns passend zu denken, was nicht passend ist, können wir sehen, was gesehen werden muss. Warum? Weil wir - ganz gleich wie allein wir uns fühlen mögen - nicht allein sind. Weil wir immer einer Gemeinschaft angehören, für die wir mehr oder weniger stark Verantwortung mit tragen. In einem ZEIT-ONLINE-Beitrag lässt uns der Schriftsteller Eugen Ruge an seiner Sicht teilhaben, wofür wir verantwortlich sind und welches Ausmaß unser Verhalten hat.
Doch, wo hört die Gemeinschaft auf? Denken wir in einer Dimension, die auch die Natur mit einbezieht, so müssen wir erkennen, dass wir nicht nur ein sehr kleines Teilchen der Natur sind, sondern wie es der Physiker und Philosoph Eduard Kaeser in einem Online-Beitrag des Philosophie Magazins zusammenfasst: Wir sind lediglich eine Art. Und als solche nicht übergeordnet.

Das Virus als Prozeß
Der Systembiologe Emanuel Wyler rät in seinem, im Philosophie Magazin erschienenen Beitrag: „Man sollte Viren nicht als lebendige „Feinde“, sondern als biochemische Prozesse begreifen.“

Neben der Spur . Yoga in Krisensituationen
Wir haben in unserem ersten Online-Reisebegleiter „Neben der Spur“ eine Yoga-Übungsabfolge zusammengestellt, die wir ganz besonders dann empfehlen zu üben, wenn der hauseigne Akku Richtung Null läuft.

Die Übung der Hingabe
Bei allen Bemühungen, das eigene Leben und das anderer in eine bestimmte Richtung zu lenken, müssen wir - früher oder später - erkennen, wie stark wir zwischen Himmel und Erde eingebunden sind und wie wenig jeder einzelne über sein ICH hinaus zu sagen hat. Diese Erkenntnis kann langsam oder schlagartig auf uns treffen. Kann Freude aber auch Verwirrung stiften.
Der Mönch am Meer von Caspar David Friedrich hat das Potential, uns dieser Übung zu nähern. Das Original ist in der Alten Nationalgalerie Berlin zu betrachten.

Die Konzentration auf den Anfängergeist
Gleiches Bild, andere Übung. Den Anfängergeist zu kultivieren ist eine Übung, die uns befähigen kann, ein äußeres Bild - unabhängig vom Wissen um dieses Bild herum - mit wachem und aufgeschlossenem Geist zu betrachten. Und es ist eine Übung, die den inneren Bildern unangemessene Verfestigungen nehmen und sie in ein neues Licht rücken kann. Krisen, gleich welcher Natur, brauchen Vielfalt und Flexibilät. Wenn die Welle unausweichlich kommt, gilt es zu surfen!
Zurück zum Bild! „Was kann das Bild dafür? Es ist nicht das Bild, was sich verändert. Sondern unser Wissen kann uns ein Bild anders sehen lassen. Aber das Bild bleibt immer unschuldig.“ So bringt es der Direktor der Nationalgalerie Berlin, Udo Kittelmann, zur Indienstnahme des Bildes „Mönch im Meer“ von C. D. Friedrich durch den Nationalsozialismus auf den Punkt. (Die Aussage wurde der Dokumentation: „The Art of Museums – die Alte Nationalgalerie Berlin“ entnommen.)
Es stellt sich also stets die Frage: Mit welchem inneren Bild betrachten wir ein äußeres?

Die Konzentration auf den leidfreien Zustand eines anderen
Wenn uns ein Mensch oder ein anderes Lebewesen mit seinem Tun oder Sein tief berührt, kann es gelingen, für diesen Moment leidfrei, vielleicht sogar schmerzfrei zu sein. Im Idealfall wirkt dieser Impuls in uns weiter, lässt uns dem Hamsterrad des (Ver)Zweifelns entkommen und schaltet das Gehirn wieder auf zuversichtliche Ideenentwicklung.
Dazu gereichen das Wahrnehmen der reinen Daseinsform eines anderen, das Aufnehmen seiner Worte und Gesten oder aber das Betrachten seiner vielfältigsten Fähigkeiten.
Nachfolgende Anregungen von Musikern, Tänzern und Akrobaten, mögen dieser Konzentrationsform dienlich sein.
Und sie können an die eigene Lust am Sein erinnern. Jedoch (!) nicht vergessen: Der 100. Schritt zur Vervollkommnung seiner hauseigenen Fähigkeiten beginnt mit dem ersten. Und dieser könnte zunächst das Aufrollen der Yogamatte bedeuten.
Lasst euch mitnehmen und erinnern!
der Drummer
The Saxonz
Alex Shchukin
Mario Espanol

Die Übung der Unterscheidungsfähigkeit
Nicht nur in der Yogaphilosophie gilt die Unterscheidungsfähigkeit als eine für den Umgang mit sich selbst und anderen unbedingt zu kultivierende Fähigkeit. In einem kleinen Online-Beitrag des Philosophie Magazins erinnert die Philosophin Susanne Schmetkamp uns mit einem brandaktuellen Fingerzeig daran.
Wir halten ihn für angebracht. Denn: Der Mensch ist auch jetzt nicht nur von Viren gefährdet. Menschen - auch Jugendliche - können durchaus in eine Situation geraten, in der sie in Ermangelung einer Familie oder gerade wegen dieser ins unüberwindbare Abseits geraten. Und Menschen - auch Jugendliche - können durchaus in der Lage sein, das zu bemerken und zu unterscheiden. Um dann, über allgemein gültige Verfügungen hinweg, hilfreich zur Seite zu stehen.
Zur Verdeutlichung, frei nach Oskar Wilde: Freunde sind die Entschuldigung Gottes für die Familie.